Projekte im Fokus: AQVA HEAT

Eine Revolution der Wärmeversorgung: Nachhaltige Energie aus regionalen Gewässern

„Wasser ist die Kohle der Zukunft.“ Diesen Satz schrieb der Visionär Jules Verne bereits im Jahr 1870. Heute, über 150 Jahre später, setzen wir dieses Zitat im Forschungsprojekt AQVA HEAT erfolgreich in eine technologische Revolution für unsere Wärmeversorgung um.

Kern dieser Innovation ist ein faszinierendes physikalisches Phänomen, der sogenannte Tripelpunkt: Durch die Absenkung des Luftdrucks kurz über dem Gefrierpunkt wird Wasser in einen Zustand versetzt, in dem es gleichzeitig verdampft und Eiskristalle bildet. Diese physikalische Besonderheit nutzen wir, um eine völlig neue Art der Energiegewinnung zu erschließen. Die dabei freiwerdende Wärme wird für Heizzwecke – etwa in der Fernwärme – genutzt, während das entstehende Flüssigeis gleichzeitig zur effizienten Kühlung von Gebäuden eingesetzt werden kann.

Wasser nach Erreichen des Tripelpunktes: Was hier in diesem Schauglas der Versuchsanlage zu sehen ist, wird schon bald die kommunale Wärmeversorgung revolutionieren. (Foto: Carla Schmidt - https://carlaschmidtfotografie.com)

Das Besondere daran: Als Energiequelle dienen ganz gewöhnliche Oberflächengewässer, wie der Fluss Mandau in der Stadt Zittau, in welcher das Projekt angesiedelt ist. Da man in Deutschland gerade vor der Frage steht, wie man die Wärmeversorgung schnell und effizient ohne fossile Energieträger realisiert, wird damit die Lösung direkt vor unsere Haustür geholt. Das System verspricht eine nachhaltige und ökologisch unbedenkliche Versorgung mit Wärme und Kälte, die selbst an abgelegenen Standorten unabhängig von großen kommunalen Infrastrukturen funktioniert.

Aktuell wird das System über den gesamten Jahresverlauf getestet und seine Umweltverträglichkeit nachgewiesen. Damit wird der Weg von der akademischen Forschung hin zu einer großtechnischen Anwendung beschritten, die den Anteil fossiler Energien in unseren Städten und Gemeinden drastisch senken kann.

Wir laden Sie ein, Teil dieser energetischen Zukunft zu werden, in der man tatsächlich mit Eis heizen wird. Ob als neugieriger Beobachter der Technik oder als potenzieller Partner für eine innovative Wärmeversorgung in Ihrer Gemeinde: Lassen Sie uns gemeinsam die Energie der Zukunft erschließen.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie Energie und Klima des Freistaates Sachsen (FRL EuK 2023, SAB).

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