Editorial

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IPM haben in dem folgenden Text zusammengetragen, welche Felder momentan, insbesondere 2025, durch das IPM bearbeitet werden. Man findet eine Breite vor, die ich für beeindruckend halte und die besonders deshalb möglich wird, weil wir auf sehr grundsätzlicher methodischer Basis eine hohe Flexibilität gegenüber den Fragestellungen aus Gesellschaft und Wirtschaft leben. Dies wird auch künftig zu einer lebendigen Fortschreibung dieser Sicht des Instituts auf sich selbst führen. Die Offenheit für gemeinsames Vorgehen mit Partnern innerhalb und außerhalb der HSZG ist dabei grundsätzliches Credo.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr.-Ing. habil. Tobias Zschunke
Institutsdirektor

Das IPM - kurz und bündig

Die Teams des IPM arbeiten seit Jahren an der Gewinnung und effizienten Nutzung von Energie aus erneuerbaren und bislang ungenutzten Quellen. Dazu zählen die energetische Nutzung von Biomasse sowie von Reststoffen aus Recycling- und Abwasserprozessen für die dezentrale Elektroenergie- und Wärmeversorgung, unter anderem unter Einsatz von Motor-, Turbinen- und Brennstoffzellentechnologien. Neben der Defossilisierung steht dabei zunehmend auch die netzdienliche Bereitstellung von Energie im Fokus. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der großtechnischen energetischen Nutzung und gleichzeitigen Entsorgung von Reststoffen der Abwasserreinigung, insbesondere im Bereich der Klärschlammverbrennung.

Gemeinsam mit Praxispartnern werden moderne kommunale Wärmeversorgungssysteme untersucht, die sowohl die Wärmeerzeugung als auch die Verteilung in Wärmenetzen umfassen. Ergänzend dazu erforscht das IPM unterschiedliche Konzepte der Wärme- und Energiespeicherung. Betrachtet werden unter anderem Dampf, Metalle, Eisenspäne, Kohlenwasserstoffverbindungen sowie schnell rotierende Körper als kurz-, mittel- und langfristige Speicheroptionen.

Für die Energietechnik entwickelt das IPM zudem hochbelastete Strömungs- und Strukturbauteile, etwa für Dampf- und Gasturbinen, unter Einbindung moderner Leichtbau- und Fertigungstechnologien. Diese Arbeiten werden durch experimentelle Messtechnik, Versuchsanlagen und numerische Methoden begleitet. Die am Institut entwickelten Mess-, Automatisierungs- und Auswertemethoden finden zunehmend auch in fachgebietsübergreifenden Projekten Anwendung, beispielsweise in der Kreislaufwirtschaft, bei der automatisierten Sortierung von Abfällen oder bei der KI-gestützten Auswertung bildbasierter Messdaten.

Im Bereich der Automatisierungstechnik erforscht das IPM robotische Systeme sowie Verfahren der künstlichen Intelligenz. Schwerpunkte liegen in industriellen Fertigungs-, Montage- und Demontageprozessen, in der Sensor- und Bildverarbeitung sowie in der adaptiven Prozessüberwachung. Die enge Kopplung von Robotik, Messtechnik und KI eröffnet neue interdisziplinäre Anwendungsfelder an der Schnittstelle von Energietechnik, nachhaltiger Produktion und angewandter Forschung. 

Foto: Prof. Dr.-Ing. habil. Tobias Zschunke
Prof. Dr.-Ing. habil.
Tobias Zschunke
Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik
02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 8
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Obergeschoss
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