02. Juli 2026

GAT-Institut bei den Zukunftstagen Hirschfelde

Vom 29. bis 31. Mai 2026 verwandelte sich der Marktplatz von Hirschfelde in eine Bühne für Wissenschaft zum Anfassen. Auch das Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik (GAT) der Hochschule Zittau/Görlitz war vor Ort und zeigte einem breiten Publikum, wie Technik das Leben im Alter und in der Pflege unterstützen kann.

Neues aus Forschung und Praxis

Besucherin mit VR-Brille
Foto: Maria Fabisch

Eines der vorgestellten Projekte war WellCare, ein EU-gefördertes Vorhaben, das Ansätze für eine bessere Versorgung und Lebensqualität im Alter erforscht. Ergänzend dazu stellte das GAT-Institut die neu entstehende Praxisforschungsstelle in Görlitz vor, die gerade aufgebaut wird und künftig als Bindeglied zwischen Wissenschaft und pflegerischer Praxis dienen soll.

Auch das Projekt PerspektiveArbeitLausitz (PAL) war mit einem eigens dafür ausgestatteten Bus vertreten. Der mobile Infostand ermöglichte es den Besucherinnen und Besuchern, sich direkt vor Ort über die Projektinhalte zu informieren und ins Gespräch mit den Forschenden zu kommen. Das Projekt bündelt dabei die Expertise von fünf Hochschulen sowie zahlreichen Unternehmen und Verbänden aus Sachsen und Brandenburg mit dem Ziel, die Arbeitswelt in der Lausitz zukunftsfähig zu gestalten.

AAL-Labor: Technik im Alter erleben

Besucheruín im Alterssimulationsanzug
Foto: Maria Fabisch

Wie Technik älteren Menschen heute schon dabei helfen kann, möglichst lange selbstständig und selbstbestimmt zu leben, zeigte das AAL-Labor (Ambient Assisted Living) anhand konkreter, alltagsnaher Beispiele. Von smarten Sensoren über Sturzerkennung bis hin zu digitalen Assistenzsystemen konnten sich Besucherinnen und Besucher einen praktischen Eindruck davon verschaffen, wie moderne Technik im Wohnalltag älterer Menschen zum Einsatz kommt.

Besonders gefragt war dabei der Alterssimulationsanzug: Wer wollte, konnte ihn selbst anlegen und am eigenen Körper spüren, wie sich das Altern auf Beweglichkeit, Kraft und Wahrnehmung auswirkt. Eingeschnürte Gelenke, beschwerte Gliedmaßen und getrübte Brillengläser simulierten dabei typische altersbedingte Einschränkungen – etwa eine verminderte Beweglichkeit oder eingeschränkte Sehkraft. Für viele Teilnehmende war dieser Selbstversuch ein einprägsames Erlebnis, das ein ganz neues Verständnis dafür schuf, vor welchen Herausforderungen ältere Menschen im Alltag stehen – und wie wichtig es ist, sie durch geeignete Technik zu unterstützen.

Lebendige Bibliothek: David Sauer und Maria Fabisch im Gespräch

2 Besucher im Gespräch mit David Sauer
Foto: Rafael Sampedro

Im Rahmen der „Lebendigen Bibliothek" standen gleich zwei „lebende Bücher" aus dem GAT-Institut zur Verfügung. Maria Fabisch konnten Interessierte sich für ein persönliches Gespräch über Technik in der Pflege und im Alter „ausleihen". Mit David Sauer wiederum kam man ins Gespräch über Veränderungsprozesse in Unternehmen. So bot das Format den Besucherinnen und Besuchern einen besonders nahbaren fachlichen Austausch zu ganz unterschiedlichen Themen.

 

M.A.
Maria Fabisch
Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik
02826 Görlitz
Parkstraße 2
Gebäude G VII, Raum 317
2.Obergeschoss
+49 3581 374-4996
Foto: Dipl.-Kfm. (FH) M.A. David Sauer
Dipl.-Kfm. (FH) M.A.
David Sauer
Institut für Gesundheit, Altern, Arbeit und Technik (GAT)
02826 Görlitz
Parkstraße 2
Gebäude G VII, Raum 203
1. Obergeschoss
+49 3581 374-4311