IPM-Neuigkeiten

Workshop zum Einsatz digitaler Leittechnik

20. Jun. 2012

Am 12.06.2012 fand an der Hochschule Zittau/Görlitz im Institut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik (IPM) ein Workshop zum Thema „Einsatz digitaler Leittechnik in Kernkraftwerken, Umrüstung des Reaktorschutzsystems im Kernkraftwerk (KKW) Oskarshamn Block 2 (Schweden)“ statt.

Neben dem Projektleiter, Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch und den Projektmitarbeitern nahmen Prof. Dr.-Ing. habil. Rainer Hampel sowie Vertreter von E.ON Kernkraft (Deutschland und Schweden), AREVA NP und aus dem Kernkraftwerk Oskarshamn teil.

Zu Beginn stellte Prof. Alexander Kratzsch die Hochschule sowie die Forschungsaktivitäten am IPM vor. Im zweiten Vortrag des Workshops gab Frank Dräger (E.ON Kernkraft Deutschland) einen Überblick über eine erfolgreiche Umrüstung eines us-amerkanischen Kernkraftwerkes auf ein digitales Reaktorschutzsystem. Anschließend präsentierte Maik Griegoleit (IPM) die erzielten Ergebnisse des am IPM realisierten Projektes. Auf Grundlage einer vergleichenden Analyse verschiedener Leittechnikstrukturen für die Realisierung von Schutz- und Sicherheitsfunktionen wurde der Vorteil des Einsatzes digitaler Leittechnik für den Reaktorschutz aufgezeigt.

Des Weiteren wurden Argumentationen erarbeitet und im Rahmen des Workshops diskutiert, die dazu beitragen, die Umsetzung entsprechender sicherheitstechnischer Normen und Standards in der Ausführung für dieses konkrete Projekt in Schweden sicherzustellen. In einem abschließenden Vortrag seitens der Vertreter aus Oskarshamn erfolgte auf Grundlage der Vorstellung des Kraftwerks die Darstellung der Ziele und den aktuellen Stand der Arbeiten zum Umrüstungsprojekt im Block 2 des KKW Oskarshamn. Das Projektziel sind die Erhöhung der Sicherheit sowie eine Leistungserhöhung und eine damit verbundene Effizienzsteigerung. Aus den Ergebnissen der Projektarbeit und des Workshops werden Argumente abgeleitet, die die Vorteile des neuen Reaktorschutz-Designs darstellen und dadurch eine wesentliche Verbesserung der Sicherheit von schwedischen KKW erreicht werden kann.

Mit dem Abschluss dieses Projektes konnte die Kompetenz des IPM auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheitsforschung auch im internationalen Kontext zur Anwendung gebracht werden. Eine weiterführende Zusammenarbeit mit E.ON Kernkraft Schweden wurde vereinbart.

(Autoren: Thoralf Gocht, Daniel Fiß)


Kontakt:

Institut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik (IPM)

Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch

Mail: a.kratzsch@hszg.de

Letzte Änderung:14. November 2017

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